Die Strände
Die Algarve hat zwei Sorten Strand. Im Westen um Lagos, Carvoeiro und Praia da Marinha sind es Felsbuchten mit goldgelben Wänden, hellem Sand und Treppen hinunter – wunderschön, aber bei Flut eng, und mit Kinderwagen oder schlechtem Knie unpraktisch. Um Albufeira, Vilamoura und Portimão liegen breite, lange Sandstrände mit Promenade, Liegen und Rettungsschwimmern. Die Ostalgarve um Tavira ist flach und hat Sandbankinseln in der Lagune, die man mit dem Boot erreicht. Das Wichtigste aber: Das ist der Atlantik. Das Wasser hat im Sommer 19 bis 21 Grad, es gibt Wellen und Strömung, und nachmittags kommt oft Nordwind auf. Achte auf die Flaggen. Madeira hat praktisch keine Sandstrände – dort wird in Pools, an Badeplattformen und in den Naturbecken von Porto Moniz gebadet.
Mit Kindern
An der Algarve funktioniert das gut, wenn du den richtigen Abschnitt nimmst: breite Strände mit sanftem Einstieg um Albufeira und in der Ostalgarve, dazu drei große Wasser- und Tierparks im Hinterland – Slide & Splash, Aquashow und Zoomarine. Zwei Dinge musst du einplanen: Das Wasser ist mit 19 bis 21 Grad für kleine Kinder frisch, und der Atlantik hat Wellen; der Hotelpool wird deshalb öfter genutzt als das Meer. Aparthotels mit Küche sind hier mit Kindern die entspannteste Lösung. Madeira ist mit kleinen Kindern dagegen nichts: kein Sandstrand, steile Wege, lange Autofahrten in Serpentinen. Mit Kindern ab etwa zehn, die Lust am Laufen haben, ist es eine sehr gute Reise – Levadas, Seilbahn, Korbschlitten, Wale und Delfine vor der Küste.
Zu zweit
Zu zweit sind beide Ziele stark, aber auf verschiedene Weise. Die Algarve liefert Klippen, Sonnenuntergänge am Cabo de São Vicente, Fischlokale in kleinen Häfen und eine ordentliche Auswahl an Adults-Only-Hotels um Albufeira, Vilamoura und Lagos. Madeira ist das ruhigere Ziel: eine Quinta in den Hängen, Wanderungen, Weinverkostung in Funchal, abends ein Fischessen mit Blick aufs Wasser – und das auch im Februar, wenn andere Ziele geschlossen sind. Für Hochzeitsreisen und Jubiläen sagen wir dem Haus vorher Bescheid; in den kleinen Quintas bringt das erfahrungsgemäß mehr als in großen Anlagen.
Flug und Transfer
Aus unserer Ecke fliegst du meist ab Düsseldorf, Hannover oder Paderborn, gelegentlich ab Münster/Osnabrück. Nach Faro (FAO) dauert es rund drei bis dreieinhalb Stunden, nach Funchal (FNC) gut vier bis viereinhalb. Von Faro sind es etwa 30 Minuten nach Vilamoura, 40 nach Albufeira und Tavira und knapp eine Stunde nach Lagos oder Monte Gordo – kurze Transfers also. Auf Madeira liegt der Flughafen östlich von Funchal, in die Stadt sind es rund 25 Minuten, nach Calheta oder Porto Moniz eine bis eineinviertel Stunde. Ein Hinweis, der dazugehört: Die Landung in Funchal ist wegen des Seitenwinds anspruchsvoll, gelegentlich wird ein Flug umgeleitet oder dreht eine Runde. Das ist Routine für die Crews, überrascht aber beim ersten Mal.
Geld und Trinkgeld
Gezahlt wird in Euro, und Portugal ist beim Kartenzahlen weit vorn: Selbst im kleinen Café und beim Bäcker funktioniert die Karte, Geldautomaten heißen „Multibanco“ und stehen überall. Etwas Bargeld ist trotzdem nützlich für Marktstände, Parkscheine und kleine Strandbuden. Trinkgeld ist kein Muss: aufrunden oder fünf bis zehn Prozent, wenn es gut war. Achte auf das „couvert“ – Brot, Oliven, Käsecreme und Pasten, die unaufgefordert auf den Tisch kommen, stehen auf der Rechnung. Du darfst sie freundlich zurückgehen lassen, das ist völlig üblich und niemand nimmt es übel.
Gesundheit vor Ort
Die medizinische Versorgung ist gut, und mit der Europäischen Krankenversicherungskarte bekommst du dieselbe Behandlung wie Einheimische. Eine Auslandskrankenversicherung empfehlen wir trotzdem, weil Rücktransport und private Zuzahlungen nicht abgedeckt sind – auf Madeira mit seinen Bergpfaden ist das ein Argument mehr. Leitungswasser ist trinkbar, Apotheken („Farmácia“) gibt es in jedem Ort. Die häufigsten Urlaubsprobleme sind an der Algarve Sonnenbrand und unterschätzte Brandung, auf Madeira umgeknickte Knöchel auf feuchten Levadawegen – feste Schuhe sind dort keine Übertreibung. Ob für dich Impfungen sinnvoll sind, besprich bitte mit deiner Ärztin oder einem reisemedizinischen Zentrum; das beurteilen wir nicht.
Sicherheit und Papiere
Portugal gilt als eines der unproblematischsten Reiseländer Europas, und im Urlaubsalltag ist Kriminalität kaum ein Thema; in Funchal, an der Algarve-Promenade und an Bahnhöfen reichen die üblichen Regeln gegen Taschendiebstahl. Wichtiger sind hier zwei natürliche Themen. Am Atlantik gibt es Strömung und Wellen: Bade dort, wo Rettungsschwimmer sind, und achte auf die Flaggen – rot heißt rot. An der Felsküste sind die Klippen unterhöhlt und brechen ab; die Warnschilder oben an den Kanten sind ernst gemeint, und man legt sich nicht unter eine überhängende Wand. Auf Madeira können Levadawege nach Regen rutschig oder gesperrt sein. Was sich ändern kann, sind Einreiseregeln und Hinweise zu einzelnen Landesteilen: Verbindlich ist immer das Auswärtige Amt unter https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender, und wir prüfen vor jeder Buchung mit dir, was für deinen Termin und dein Dokument gilt. Gebucht wird als Pauschalreise mit Sicherungsschein.