Die Strände
Die Bandbreite ist groß, und das ist der wichtigste Punkt bei der Auswahl. Feiner, heller Sand mit flachem Einstieg findest du in der Bucht von Alcúdia auf Mallorca, in Jandía und Corralejo auf Fuerteventura und in Maspalomas auf Gran Canaria – das sind die Strände für Kleinkinder. Auf Teneriffa sind viele Strände im Süden aufgeschüttet, teils mit Sand aus der Sahara, daneben gibt es Naturstrände mit schwarzem Lavasand, der in der Sonne richtig heiß wird; Badeschuhe helfen. Mallorcas Südosten besteht aus kleinen Felsbuchten mit Sandstreifen: schön, aber schnell voll. Die Costa del Sol hat dunklen, grobkörnigen Sand und stellenweise eine Straße zwischen Hotel und Meer. Und ein Punkt, der bei den Kanaren immer wieder überrascht: Der Atlantik hat Wellen und Strömung, das ist kein Mittelmeer.
Mit Kindern
Spanien ist mit Kindern vor allem deshalb entspannt, weil nichts umzustellen ist: Euro, EU-Standards, Trinkwasser aus dem Hahn, Apotheken und Kinderärzte in jedem Urlaubsort, auf den Balearen nicht einmal eine Zeitverschiebung. Die Flugzeit nach Palma liegt bei gut zwei Stunden – mit einem Zweijährigen ist das ein völlig anderer Tag als fünf Stunden auf die Kanaren. Wenn es die Kanaren sein sollen, sind Teneriffa Süd und Gran Canaria die beste Wahl: kurzer Transfer, flache Strandabschnitte, große Wasserparks wie Siam Park und Aqualand, und im Winter Badewetter, wenn es zu Hause dunkel ist. Worauf wir bei Hotels schauen: Liegt die Anlage am Hang, wie weit ist der Weg zum Meer wirklich, hat der Strand eine Straße davor, und ist das Wasser dort flach oder fällt es steil ab. Beim Atlantik fragen wir zusätzlich nach Wellen – nicht jeder schöne Strand ist ein Badestrand für Fünfjährige.
Zu zweit
Für zwei ist Spanien stark, weil man nicht auf die Hotelanlage angewiesen ist. Adults-Only-Häuser gibt es auf allen Kanareninseln und auf Mallorca inzwischen in mehreren Preisklassen, oft mit ruhigen Pools und richtig gutem Essen. Wenn euch abends Restaurants und Bars wichtiger sind als Animation, passt Mallorca mit Palma oder Port de Sóller, auf den Kanaren Costa Adeje oder Puerto del Carmen. Für Ruhe ohne viel Programm sind Lanzarote und Fuerteventura die richtigen Inseln. Eine Finca im mallorquinischen Hinterland mit Mietwagen ist unsere Empfehlung für alle, die das dritte oder vierte Mal auf der Insel sind. Bei Hochzeitsreisen und runden Geburtstagen sagen wir dem Hotel vorher Bescheid.
Flug und Transfer
Aus unserer Ecke fliegst du meist ab Düsseldorf, Hannover oder Paderborn, gelegentlich ab Münster/Osnabrück. Nach Palma dauert es gut zwei Stunden, an die Costa del Sol knapp drei, auf die Kanaren rund viereinhalb bis fünf. Der Transfer ist bei Pauschalreisen dabei und auf den Kanaren angenehm kurz: von Teneriffa Süd etwa 20 bis 30 Minuten nach Costa Adeje, von Las Palmas rund 35 Minuten nach Maspalomas, von Arrecife eine Viertelstunde nach Puerto del Carmen. Länger wird es nach Morro Jable auf Fuerteventura mit gut einer Stunde. Auf Mallorca liegen die meisten Orte 20 bis 60 Minuten vom Flughafen entfernt. Wenn du auf den Inseln einen Mietwagen planst, sag es uns vorher – dann brauchst du den Transfer nicht und wir buchen den Wagen mit.
Geld und Trinkgeld
Bezahlt wird in Euro, und das ist der unterschätzte Komfortvorteil: kein Umtausch, keine Kursverluste, keine Rechnerei im Kopf. Karte geht praktisch überall, auch für den Kaffee; etwas Bargeld brauchst du für Strandbars, Busse, Wochenmärkte und Parkautomaten. Am Geldautomaten nimm die Abrechnung in Euro, nicht die angebotene „Umrechnung“ – die kostet nur Gebühr. Trinkgeld ist freiwillig und niedriger als in Deutschland üblich: aufrunden oder fünf bis zehn Prozent, wenn es gut war. Auf Rechnungen steht manchmal „servicio incluido“, dann ist es schon drin.
Gesundheit vor Ort
Medizinisch ist Spanien EU-Standard: Mit der europäischen Krankenversicherungskarte bekommst du Behandlung wie ein Einheimischer, in jedem Urlaubsort gibt es Apotheken (grünes Kreuz) und Ärzte, in den Hotelzonen oft mit deutschsprachigem Personal. Eine private Auslandskrankenversicherung empfehlen wir trotzdem, weil sie den Rücktransport abdeckt. Leitungswasser ist Trinkwasser; auf den Inseln schmeckt es wegen der Entsalzung häufig chlorig, deshalb kaufen die meisten Flaschenwasser. Der unterschätzte Punkt ist die Sonne: Auf den Kanaren ist die UV-Strahlung auch im Winter hoch, und am windigen Fuerteventura merkt man das Verbrennen zu spät. Ob für dich Impfungen sinnvoll sind, besprich mit deiner Ärztin oder einem reisemedizinischen Zentrum – das beurteilen wir nicht.
Sicherheit und Papiere
Spanien ist ein EU-Land mit gut eingespieltem Tourismus; das häufigste Problem ist Taschendiebstahl, und zwar nicht am Hotelstrand, sondern in Palma, Las Palmas und Málaga sowie an Bahnhöfen und in vollen Bussen. Tasche vorn tragen, Handy nicht auf den Café-Tisch legen, Wertsachen in den Safe – das reicht in der Praxis. Am Atlantik gilt die Flaggenregelung an den Stränden, und rote Flaggen sind keine Empfehlung, sondern eine Ansage. Verbindlich für Reise- und Einreisehinweise ist immer das Auswärtige Amt unter https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender – wir prüfen vor jeder Buchung mit dir, was für deinen Termin und deine Dokumente gilt. Gebucht wird als Pauschalreise mit Sicherungsschein: Geht der Veranstalter pleite, ist dein Geld geschützt und die Rückreise abgesichert.