Die Strände
Sardinien hat die besseren Strände, das muss man so sagen: feiner heller Sand, flach abfallend, dazwischen Granitfelsen – La Pelosa bei Stintino, Cala Brandinchi im Nordosten, Costa Rei und Chia im Süden. Auf Sizilien ist es gemischt: Im Osten um Giardini Naxos und Letojanni liegt Kies und Lavagestein, teils mit Steinen im Wasser – mit Kleinkindern eher nicht, Badeschuhe helfen. Richtigen Sand findest du im Südosten um Marina di Ragusa und Scoglitti und im Westen bei San Vito Lo Capo. Auf beiden Inseln sind viele Strände öffentlich; Liegen und Sonnenschirme gibt es in abgetrennten Lido-Abschnitten gegen Gebühr, und Hotels mit eigenem Strandabschnitt sind nicht die Regel. Frag uns, ob eine Straße zwischen Hotel und Meer liegt.
Mit Kindern
Mit Kindern ist die Wahl entscheidender als sonst. Gut funktionieren die Clubanlagen im Süden und Osten Sardiniens und im Südosten Siziliens: eigener Strandabschnitt, flaches Wasser, Kinderbetreuung, Halbpension. Womit man rechnen muss: Aquaparks und Kinderclubs auf türkischem Niveau gibt es hier nicht, Ultra All Inclusive gar nicht, und abends wird spät gegessen – Restaurants im Ort öffnen oft erst um halb acht oder acht. Deshalb ist Halbpension im Hotel mit kleinen Kindern die ruhigere Lösung. Der Transfer kann lang werden: von Olbia in den Süden Sardiniens bis zu zwei Stunden, deshalb prüfen wir für dich, ob ein anderer Zielflughafen günstiger liegt. Der kurze Flug von rund zwei Stunden und die gleiche Uhrzeit wie zu Hause sind dagegen ein klarer Vorteil.
Zu zweit
Zu zweit spielen beide Inseln ihre Stärken aus, nur unterschiedlich. Sardinien ist die Wahl für Ruhe, Buchten und gutes Essen – ein kleines Hotel oder ein Agriturismo mit Mietwagen, dazu Bootstouren und lange Abende. Sizilien passt, wenn ihr auch etwas sehen wollt: Taormina, der Ätna, die Barockstädte, dazwischen Strand. Adults-Only-Häuser gibt es auf beiden Inseln, aber deutlich weniger als in der Türkei oder in Spanien; kleine Hotels ohne Animation erfüllen denselben Zweck. Für Hochzeitsreisen, Jubiläen und runde Geburtstage sagen wir dem Haus vorher Bescheid – in familiengeführten Hotels bringt das oft mehr als in jeder großen Anlage.
Flug und Transfer
Aus unserer Ecke fliegst du meist ab Düsseldorf, Hannover oder Paderborn, gelegentlich ab Münster/Osnabrück, und bist in rund zwei bis zweieinhalb Stunden da. Nach Sardinien geht es nach Olbia (OLB) für den Nordosten, Cagliari (CAG) für den Süden und Alghero (AHO) für den Westen; nach Sizilien nach Catania (CTA) für den Osten und Palermo (PMO) für den Westen. Die Wahl des Flughafens entscheidet über den Transfer: Von Olbia sind es 30 bis 40 Minuten an die Costa Smeralda, aber bis zu zwei Stunden an die Costa Rei; von Cagliari erreicht man Villasimius und Chia in rund einer Stunde. Auf Sizilien sind es von Catania etwa 45 bis 60 Minuten nach Taormina und rund eineinhalb Stunden nach Marina di Ragusa. Ein Mietwagen lohnt auf beiden Inseln fast immer.
Geld und Trinkgeld
Gezahlt wird in Euro, das macht die Reise angenehm unkompliziert: kein Umtausch, keine Kursfrage, kein Rechnen. Karte wird in Hotels, Restaurants und Supermärkten fast überall genommen, aber halte Bargeld bereit – kleine Bars, Strandkioske, Marktstände, Parkscheinautomaten und manche Lidos bestehen darauf. Auf der Restaurantrechnung steht oft „coperto“, ein Gedeckpreis pro Person; das ist normal und kein Trick. Trinkgeld ist kein Muss und keine Prozentrechnung: aufrunden oder ein paar Euro liegen lassen reicht. An der Bar zahlt man den Espresso im Stehen günstiger als am Tisch, das ist überall so.
Gesundheit vor Ort
Italien hat eine gute medizinische Versorgung, und mit der Europäischen Krankenversicherungskarte bekommst du dieselbe Behandlung wie Einheimische. Trotzdem empfehlen wir eine Auslandskrankenversicherung, weil Rücktransport und private Zuzahlungen nicht abgedeckt sind. Leitungswasser ist trinkbar, Apotheken („Farmacia“, grünes Kreuz) gibt es in jedem Ort und haben Nachtdienste. Die häufigsten Urlaubsprobleme sind hier banal: Sonnenbrand am ersten Tag und aufgeschnittene Füße an Felsstrände – Badeschuhe helfen. Auf Sizilien wird es im Juli und August sehr heiß, mittags Schatten und viel trinken. Ob für dich Impfungen sinnvoll sind, besprich bitte mit deiner Ärztin oder einem reisemedizinischen Zentrum.
Sicherheit und Papiere
Beide Inseln sind für Urlauber unproblematisch, und Sardinien gehört zu den ruhigsten Gegenden Italiens. In Palermo, Catania und an Bahnhöfen gelten die üblichen Großstadtregeln: Tasche vorn tragen, Wertsachen nicht im geparkten Mietwagen liegen lassen, sichtbares Gepäck vermeiden. Der Straßenverkehr ist lebhafter als bei uns, gerade in sizilianischen Städten – das ist Übungssache und kein Grund, auf den Mietwagen zu verzichten. Am Meer solltest du auf die Flaggen achten; an der Westküste Sardiniens gibt es an windigen Tagen Strömung. Was sich ändern kann, sind Einreiseregeln und Hinweise zu einzelnen Landesteilen: Verbindlich ist immer das Auswärtige Amt unter https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender, und wir prüfen vor jeder Buchung mit dir, was für deinen Termin und dein Dokument gilt. Gebucht wird als Pauschalreise mit Sicherungsschein.