Die Strände
An der Riviera von Lara bis Side ist es breiter, feiner Sand mit flach abfallendem Wasser – genau das, was mit Kindern zählt. Ab Kemer nach Westen und rund um Alanya wird es kieselig, teils mit Felsen im Wasser: klarer, aber ungemütlicher für kleine Füße, Badeschuhe helfen. An der Ägäis wechseln sich Sandbuchten und Kies ab, Ölüdeniz und Patara gehören zu den schönsten Stränden des Landes. Viele Hotels haben einen eigenen Strandabschnitt mit Liegen und Handtuchservice; frag uns, ob eine Straße dazwischen liegt – „direkt am Meer“ heißt nicht immer, dass man trocken hinkommt.
Mit Kindern
Die Türkei ist unser häufigster Tipp für Familien, und zwar aus praktischen Gründen: gut drei Stunden Flug, keine Zeitverschiebung, warmes und flaches Wasser, und Hotels, die Kinder nicht als Störung behandeln. Aquapark, Kinderbuffet zu früheren Zeiten, Kinderclub mit deutschsprachiger Betreuung und Familienzimmer mit Verbindungstür sind Standard, nicht Luxus. Worauf wir immer schauen: Wie weit ist der Weg vom Zimmer zum Kinderbecken, wie laut ist die Animation über Mittag, und ist der Strand tatsächlich flach. Für die Sommerferien lohnt es sich, früh zu buchen – große Familienzimmer sind als Erstes weg.
Zu zweit
Adults-only-Hotels gibt es an der Riviera inzwischen in fast jeder Preisklasse, und sie sind hier deutlich günstiger als vergleichbare Häuser in Spanien oder Griechenland. Belek und Lara sind die ruhigen Adressen, Side passt, wenn du abends auch mal in den Ort willst, und die Ägäis, wenn dir Buchten und Tavernen lieber sind als große Anlagen. Für Hochzeitsreisen und runde Geburtstage sagen wir dem Hotel vorab Bescheid – das kostet nichts und macht oft einen Unterschied.
Flug und Transfer
Aus unserer Ecke fliegst du meist ab Düsseldorf, Hannover oder Paderborn, gelegentlich ab Münster/Osnabrück. Nach Antalya dauert der Flug rund drei Stunden und fünf bis fünfzehn Minuten, zur Ägäis nach Dalaman oder Bodrum etwa gleich lang. Der Transfer ist bei den meisten Pauschalangeboten dabei: Von Antalya sind es etwa 20 Minuten nach Lara, 40 nach Belek, eine Stunde nach Side, rund 50 Minuten nach Kemer und knapp zwei Stunden nach Alanya. Wenn du mit kleinen Kindern fliegst, ist die Transferzeit ein Argument – nach einem Nachtflug sind zwei Stunden Bus lang.
Geld und Trinkgeld
Bezahlt wird in Türkischer Lira, aber im Urlaub brauchst du kaum Bargeld: Hotels, Restaurants und Geschäfte nehmen Karte, Ausflüge und Basarhändler meist auch Euro. Tausche wenig und lieber vor Ort als zu Hause, die Kurse schwanken stark. Trinkgeld ist üblich und freiwillig: ein paar Lira oder Euro pro Woche fürs Zimmermädchen, etwas für die Kellner, die sich um dich kümmern, im Restaurant aufrunden. Auf dem Basar wird gehandelt – freundlich, mit Zeit und ohne Groll, wenn man nichts kauft.
Gesundheit vor Ort
Leitungswasser ist nicht zum Trinken gedacht, Flaschenwasser gibt es überall und im All Inclusive ohnehin. Beim Essen ist das Niveau in den Hotels hoch; wer empfindlich ist, lässt in der größten Hitze rohe Salate am offenen Buffet eher stehen und greift zu Gegrilltem. Apotheken („Eczane“) sind in jedem Ort und gut sortiert, Ärzte in den Hotelzonen sprechen häufig Deutsch. Ob für dich Impfungen sinnvoll sind, besprich bitte mit deiner Ärztin oder einem reisemedizinischen Zentrum – das können und wollen wir nicht beurteilen. Eine Auslandskrankenversicherung empfehlen wir unabhängig vom Ziel.
Sicherheit und Papiere
Die Urlaubsregionen an der Riviera und an der Ägäis sind auf Tourismus eingestellt und gelten als unproblematisch; die üblichen Regeln gegen Taschendiebstahl in Basaren und an belebten Stränden reichen. Was sich ändern kann, sind Hinweise zu bestimmten Landesteilen und die Einreiseregeln. Verbindlich ist immer das Auswärtige Amt – und wir prüfen vor jeder Buchung mit dir, was für deinen Termin und dein Dokument gilt. Gebucht wird als Pauschalreise mit Sicherungsschein: Geht der Veranstalter pleite, ist dein Geld geschützt und die Rückreise abgesichert.