Die Strände
Das ist der Punkt, an dem wir deutlich werden müssen: In Kroatien gibt es so gut wie keine Sandstrände. Die Küste besteht aus Kiesel, Fels und an Hotels aus betonierten Badeplattformen mit Leiter. Das hat Vorteile – das Wasser ist deshalb so klar, es gibt keinen Sand im Bett und keine Trübung nach Wind. Es hat aber auch klare Nachteile: Badeschuhe sind Pflicht, nicht Zubehör, Seeigel kommen vor, und der Einstieg ist oft nach zwei Schritten tief. Für Kleinkinder, die im flachen Wasser stehen und graben wollen, ist das nicht das richtige Land – dann sind Kos, Chalkidiki oder die Türkei die besseren Ziele. Die angenehmsten Strände sind feiner, runder Kies: die Makarska-Riviera, der Zlatni Rat auf Brač und die Bucht von Baška auf Krk. Eine Luftmatratze oder eine Badeinsel macht hier mehr Freude als eine Sandschaufel.
Mit Kindern
Für Kinder spricht bei Kroatien vor allem die Anreise: unter zwei Stunden Flug, keine Zeitverschiebung, oder eben mit dem eigenen Auto samt Kinderwagen, Bettschutz und allem, was man sonst nicht mitnehmen kann. Dazu Trinkwasser aus dem Hahn, EU-Standards bei Arzt und Apotheke und eine Hotellandschaft, die Kinder normal findet. Gegen Kroatien spricht bei Kleinkindern der Strand: Kies und Fels statt Sand, oft tiefer Einstieg, Badeschuhe nötig – wer ein Zweijähriges hat, das im flachen Wasser spielen will, wird in Griechenland oder der Türkei glücklicher. Ab Grundschulalter dreht sich das: Dann sind klares Wasser, Schnorcheln, Bootstouren, Inselhüpfen und Nationalparks ein Gewinn. Die praktischsten Regionen für Familien sind die Kvarner Bucht (Krk, Rab) und die Makarska-Riviera, weil dort die feinsten Kieselstrände liegen. Ein Apartment mit Küche ist hier oft sinnvoller als ein Hotelzimmer, und All Inclusive solltest du nicht erwarten.
Zu zweit
Zu zweit ist Kroatien eines der stärksten Ziele, die wir haben, und zwar weil man hier etwas unternimmt: Altstadt am Abend, Konoba mit Blick aufs Wasser, Bootstour zu einer Insel, ein Weingut im Hinterland. Istrien mit kleinen Steinhäusern, Trüffeln und Rovinj ist unsere häufigste Empfehlung für Paare, die nicht nur am Wasser liegen wollen. Süddalmatien um Dubrovnik ist das Spektakulärste, wenn das Budget stimmt und du die Menschenmengen im Hochsommer umgehst. Hvar ist die mondänste Insel, Vis die ruhigste. Adults-Only- und große Wellnesshotels gibt es weniger als in Spanien oder der Türkei – dafür Boutique- und Weingutshotels, die es dort kaum gibt. Ein Mietwagen ist zu zweit fast immer die richtige Entscheidung. Bei Hochzeitsreisen sagen wir dem Hotel vorher Bescheid.
Flug und Transfer
Kroatien ist das nächstgelegene Ziel in unserem Angebot: Ab Düsseldorf, Hannover oder Paderborn sind es nach Split, Zadar oder Pula weniger als zwei Stunden, nach Dubrovnik etwas mehr. Wichtig ist der richtige Flughafen, weil die Küste 700 Kilometer lang ist: Split (SPU) für Mitteldalmatien und die Makarska-Riviera, Dubrovnik (DBV) für den Süden, Zadar (ZAD) für Norddalmatien, Pula (PUY) für Istrien, Rijeka auf Krk (RJK) für die Kvarner Bucht. Transferzeiten sind meist kurz – von Split rund 30 Minuten in die Stadt und gut eine Stunde nach Makarska, von Dubrovnik etwa 25 Minuten in die Altstadt. Die Alternative ist das eigene Auto: Nach Istrien fährt man aus Ostwestfalen etwa zehn bis zwölf Stunden, nach Dalmatien länger. Das lohnt sich ab zwei Wochen, mit mehreren Kindern oder wenn du die Küste entlangfahren willst. Für Fähren zu den Inseln brauchst du dann eine Reservierung in der Hauptsaison.
Geld und Trinkgeld
Bezahlt wird in Euro: Kroatien hat die Währung am 1. Januar 2023 eingeführt, die Kuna gibt es nicht mehr. Für uns ist das bequem – kein Umtausch, keine Rechnerei. Karte funktioniert in Hotels, Restaurants und Supermärkten überall, Bargeld brauchst du für Marktstände, Parkautomaten, kleine Konobas und Fähren ohne Onlineticket. Was du wissen solltest: Die Euro-Einführung hat in vielen Bereichen zu spürbaren Preissteigerungen geführt, und Kroatien ist nicht mehr das günstige Ziel von vor zehn Jahren – vor allem nicht in Dubrovnik, auf Hvar und an den Promenaden. Trinkgeld ist kein Muss: aufrunden oder fünf bis zehn Prozent, wenn es gut war.
Gesundheit vor Ort
Kroatien ist EU-Standard und in dieser Hinsicht das unkomplizierteste Ziel, das wir buchen: Mit der europäischen Krankenversicherungskarte wirst du regulär behandelt, Apotheken und Ärzte gibt es in jedem Urlaubsort, und Deutsch wird in der Tourismusbranche außergewöhnlich häufig gesprochen. Das Leitungswasser ist überall gutes Trinkwasser – du brauchst kein Flaschenwasser zu kaufen, eine wiederauffüllbare Flasche reicht. Magen- und Darmprobleme sind hier praktisch kein Thema. Was tatsächlich vorkommt, sind Verletzungen an den Füßen: Seeigel, scharfe Steine und rutschige Felsen – Badeschuhe und ein Pflaster im Gepäck erledigen das. Eine private Auslandskrankenversicherung empfehlen wir wegen des Rücktransports trotzdem. Ob für dich Impfungen sinnvoll sind, besprich bitte mit deiner Ärztin oder einem reisemedizinischen Zentrum.
Sicherheit und Papiere
Kroatien ist EU-Mitglied und im Schengen-Raum, die Urlaubsregionen sind ruhig, und Kriminalität ist für Urlauber kaum ein Thema – der Hotelsafe reicht. Drei praktische Punkte sind konkreter als jede allgemeine Einschätzung. Erstens das Meer: Die Adria ist klar, aber die Einstiege sind felsig und oft schnell tief, dazu kommen Seeigel und im offenen Wasser Bootsverkehr – Badeschuhe und Vorsicht beim Sprung von Felsen sind sinnvoller als jeder Warnhinweis. Zweitens das Wetter: Im Sommer gibt es heftige Gewitter und den Fallwind Bura, der Bootstouren kurzfristig platzen lässt; Waldbrände kommen in trockenen Sommern vor. Drittens der Verkehr: Die Küstenstraße ist schön, aber kurvig und im August voll. Eine Sicherheitsbewertung des Landes geben wir nicht ab – verbindlich sind immer die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts unter https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender, und wir prüfen vor jeder Buchung mit dir, was für deinen Termin und deine Dokumente gilt. Gebucht wird als Pauschalreise mit Sicherungsschein: Geht der Veranstalter pleite, ist dein Geld geschützt und die Rückreise abgesichert.